Mai, 2026 | Togo
Das Baumpflanzprojekt der Naturfreunde Togo macht weiterhin bedeutende Fortschritte auf dem Weg zur Schaffung eines schattigen Erholungsraums für die Bevölkerung, der zugleich zum Klimaschutz und zum Erhalt der Artenvielfalt beiträgt. Nach dem erfolgreichen Abschluss der zweiten Projektphase wurde der Meilenstein von 5.000 Bäume gepflanzten Bäumen erreicht.
Da die Pflanzarbeiten nun weitgehend abgeschlossen sind, verlagert sich der Schwerpunkt auf die langfristige Pflege, Überwachung und Sicherung des Fortbestands des neu angelegten Stadtwaldes.
PROJEKT
REPORT
Erfolgreicher Abschluss der geplanten Pflanzungen
Die erste Pflanzaktion legte den Grundstein für das Projekt, indem 4.000 Setzlinge auf dem Gelände gepflanzt wurden. Dazu gehörte eine sorgfältig ausgewählte Mischung aus:
- gefährdeten einheimischen Waldbaumarten
- Schnellwachsende Schattenbäume
- Obstbäume, die den umliegenden Gemeinden langfristigen Nutzen bringen
Um den Erfolg der ersten Pflanzaktion zu festigen, wurde im April und Mai 2026 eine zweite Aufforstungsaktion durchgeführt.
Im April wurden 475 Setzlinge, die nicht überlebt hatten, ersetzt. Angesichts der extremen Klimabedingen war die Überlebensrate der ursprünglich gepflanzten Bäume mit rund 85 Prozent sehr zufriedenfstellend. In den ersten beiden Maiwochen schlossen Freiwillige die Bepflanzung des verbleibenden Areals ab und pflanzten dort 1.000 neue Setzlinge. Damit stieg die Gesamtzahl der im Rahmen des Projekts gepflanzten Bäume auf 5.000.
Schutz der einheimischen Artenvielfalt
Im Mittelpunkt der zweiten Pflanzaktion stand die Steigerung der Artenvielfalt und der ökologischen Widerstandsfähigkeit durch das Einbringen etlicher einheimischer und ökologisch wertvoller Arten.
Dazu gehörten gefährdete Laubbaumarten wie:
- Iroko (Milicia excelsa)
- Afrikanisches Mahagoni (Khaya grandifolia)
- Senegal-Mahagoni (Khaya senegalensis)
- Colabäume (Cola nitida und Cola grandifolia)
Zu den weiteren gepflanzten Arten gehörten:
- Gmelina (Gmelina arborea)
- Regenbaum (Samanea saman)
- Albizia (Albizia lebbeck)
- Teak (Tectona grandis)
Neben diesen Waldbaumarten wurden zum Nutzen der lokalen Bevölkerung mehrere Obstbäumarten gepflanzt, darunter:
- Mango (Mangifera indica)
- Orange (Citrus sinensis)
- Zitrone (Citrus limon)
- Grapefruit (Citrus maxima)
- Avocado (Persea americana)
- Soursop (Annona muricata)
- Kakao (Theobroma cacao)
Diese vielfältige Mischung trägt zu einer wesentlichen ökologischen Aufwertung des Stadtparks bei und schafft zugleich einen wertvollen Erholungsraum für die Bevölkerung.
Beteiligung der Bevölkerung
Ein zentraler Pfeiler des Projekts ist die aktive Einbindung der lokalen Gemeinschaft.
Am 5. und 6. Juni 2026 führten Freiwillige der Naturfreunde Togo gemeinsam mit Mitgliedern des Nachbarschaftskomitees eine Sensibilisierungs- und Informationskampagne für die Bewohner*innen in der Umgebung des Projektstandorts durch. Sie ermutigten die Menschen, sich aktiv am Schutz des neu gepflanzten Waldes zu beteiligen, und verdeutlichten, wie wichtig der Erhalt der lokalen Artenvielfalt für künftige Generationen ist.
So hat das Projekt neben den positiven ökologischen Effekten gleichzeitig auch das Umweltbewusstsein sowie das Engagement der Bevölkerung gestärkt.
Hilf mit, die Bäume langfristig zu erhalten!
Nachdem die Pflanzarbeiten abgeschlossen sind, hat nun die Pflege des jungen Waldes höchste Priorität.
In der Plateau-Region um Kpalimé gab es in letzter Zeit außergewöhnlich starke Regenfälle. Diese Bedingungen sind zwar grundsätzlich förderlich für das Baumwachstum, begünstigen jedoch auch ein rasantes Wachstum von unerwünschten Pflanzen. Dies macht häufige Pflegearbeiten erforderlich, um zu verhindern, dass die jungen Bäume von anderen Pflanzen überwuchert werden. Zusätzlich müssen Entwässerungsgräben angelegt werden, damit das überschüssige Regenwasser zügig abfließt und nicht zu einer Schädigung der Baumwurzeln führt.
Momentan werden alle zwei Wochen Pflegeeinsätze organisiert, um den Baumbestand zu erhalten. Auch für die nächsten Woche werden ungewöhnlich starke Niederschläge prognostiziert, weshalb mit nicht vorgesehenen Kosten von 120 Euro pro Monat zu rechnen ist.
Um die engmaschigen Erhaltungsmaßnahmen zu ermöglichen, suchen wir noch Spender*innen! Jeder Beitrag ist willkommen, mit einer Spende von 120 Euro ist es möglich eine Pflegepatenschaft zu übernehmen. Vielleicht kannst du auch deine Naturfreundegruppe motivieren, gemeinsam für den Erhalt der Bäume der spenden?
Spenden sind hier möglich (Betreff: Bäume für Kpalimé): https://climatefund.nf-int.org/beitragen/
Im Namen der Naturfreunde Togo bedanken wir uns sehr herzlich bei allen Spender*innen für ihre Unterstützung! Ein großes Danke geht auch an die rund 40 Freiwilligen und die Jugendlichen von Kaplimé, deren Einsatz diese regelmäßigen Pflegearbeiten ermöglicht.
Weitere Informationen zum Projekt: https://climatefund.nf-int.org/baeume-fuer-kpalime/















