Verbesserte Kochstellen für die Nimba Bergregion

Guinea | Oktober 2018 – März 2019

Rodungen zur Brennholzgewinnung verstärken die Auswirkungen des Klimawandels und führen zu einem dramatischen Verlust der biologischen Vielfalt in der Nimba Bergregion von Guinea. Holz ist die wichtigste Energiequelle für die Bevölkerung; ein großer Teil des Holzes wird zum Kochen verwendet. Verbesserte, energieeffizientere Kochstellen sind ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz und zum Schutz der Wälder.

Sékou Kader Nanamou
Im Vergleich zu den traditionellen Kochstellen wird weniger Holz benötigt; Sie heizen schneller auf und halten die Wärme besser, sparen Zeit, da die Kochzeit verkürzt wird, sind wirtschaftlicher, tragen zum Umweltschutz (weniger Abholzung) bei und schützen die Gesundheit der Menschen, da sie weniger Rauch produzieren.

Sékou Kader Nanamou, Präsident der Naturfreunde Guinea (Alusfade-Guinée)

Deine Klimafonds-Spende hat ermöglicht:

  • Schulung von 63 lokalen Multiplikator*innen
  • Teilnahme von über 80 % der Frauen und Kinder an Gesprächen über den Klimawandel und die Bedeutung der Wälder
  • Errichtung von insgesamt 725 funktionstüchtigen, verbesserten Kochstellen

Die ländlichen Gemeinden N’Zoo, Bossou und Tounkarata liegen im Biosphärenreservat Berg Nimba, im Grenzgebiet von Guinea, Liberia und der Elfenbeinküste. Die Region ist von Bergregenwald, Grasland und Savanne bedeckt und gehört zu den artenreichsten und am stärksten gefährdeten Ökosystemen der Welt. Im Jahr 1981 wurde das Gebiet zum Weltnaturerbe erklärt. Seit 1992 steht es auf der Liste des bedrohten Welterbes.

Mit der Motivation und Befähigung der Bevölkerung zum Bau verbesserter Kochstellen wurde der Brennholzbedarf der Bevölkerung, der einer der maßgeblichen Gründe für die Zerstörung der Bergwälder ist, verringert. Zugleich wurden die Menschen in den drei Gemeinden für den Klima- und Umweltschutz sensibilisiert und die Rolle der Frauen, die mit großer Begeisterung am Projekt teilnahmen, in der dörflichen Gemeinschaft gestärkt.

Das Projektteam der Naturfreunde Guinea (Alusfade-Guinée) betreute das Projekt, informierte die Menschen in den Dörfern über den Klimawandel und die Bedeutung der Bergwälder und zeigte Möglichkeiten auf, wie man selbst zum Schutz von Klima und Umwelt beitragen kann. Eine konkrete Möglichkeit ist die Verwendung verbesserter Kochstellen anstelle der traditionellen Feuerstellen, die wesentlich mehr Holz benötigen.

Eine Trainerin zeigte den Frauen aus den Dörfern wie verbesserte Kochstellen aus lokal verfügbaren Materialien errichtet werden können. Unterstützt wurde sie dabei von Frauen aus den Dörfern, die sie in der Vorbereitungsphase des Projekts als lokale Multiplikatorinnen ausgebildet hatte.

Die Frauen waren beeindruckt, wie einfach die verbesserten Kochstellen errichtet werden können und wie diese ihr Leben verbessern, z.B. indem weniger Zeit für das Sammeln von Feuerholz benötigt und weniger gesundheitsschädlicher Rauch emittiert wird. Und sie haben auch verstanden, dass die verbesserten Kochstellen zum Schutz ihrer Umwelt und der umliegenden Wälder beitragen, die für ihre Zukunft wichtig sind.

PROJEKT
REPORT
Mamadou Mbodji
Es hat mich gefreut zu sehen, dass das Projektteam in enger Zusammenarbeit mit der Dorfbevölkerung den Boden für die Aktivitäten bereitet hat. Und ich war beeindruckt von der gelungenen Mobilisierung der lokalen Beamten und traditionellen Autoritäten sowie von der massiven Präsenz von Frauen, die die ersten Nutznießerinnen der verbesserten Kochstellen sind.

Mamadou Mbodji, Präsident des Naturfreunde Afrika Netzwerks und Vizepräsident der Naturfreunde Internationale

Das Projekt wurde 2018/2019 mit Spenden aus dem Naturfreunde Klimafonds in Höhe von 6.800 € umgesetzt.